Geheimtipp für Langlauf-Freunde
In den Jahren 1787 bis 1800 wurden in Hammerbrücke und Friedrichsgrün insgesamt etwa 30 Häuser, zwei Schneide- und eine Mahlmühle sowie zwei Glashütten errichtet. Gemeindestatus erhielten beide Orte erst 1839 – bis dahin gehörten sie zu den Rittergütern Oberlauterbach und Falkenstein. Aus Streusiedlungen von Waldarbeitern entwickelten sie sich zu Dörfern mit Gewerbe- und Industriebereich.
Der Einzug der Stickerei-Industrie um die Jahrhundertwende brachte dem Dorf einen wesentlichen wirtschaftlichen Aufschwung. Noch heute können in den Stickbetrieben „Meinels Stick“, „Stickservice Patrick Vogel“ oder „Textilmanufaktur Sandner“ kostbare Schätze der modernen Stickkunst gekauft werden.
Heute ist Hammerbrücke Ortsteil der Gemeinde Muldenhammer, einem staatlich anerkannten Erholungsort. Der Ort liegt im Naturpark Erzgebirge/Vogtland und ist rings umschlossen von ausgedehnten Wäldern – ideal für Wanderungen in der reizvollen Mittelgebirgsgegend.
Bedeutendste Sehenswürdigkeit sind die „Rissfälle“. An der Flurgrenze zwischen Hammerbrücke und der Gemeinde Grünbach befindet sich ein altes technisches Denkmal, der „Obere Floßgraben“, allgemein als „Riß“ bekannt. Im Laufe der Jahrhunderte hat er sich durch die Gewalt des Wassers immer tiefer in den felsigen Boden gearbeitet. Bis hinunter zur Mündung in die „Weiße Göltzsch“ führen mehrere Holzbrücken und -stege über die kleinen Wasserfälle – reizvoll zu jeder Jahreszeit.
Das Naturschutzgebiet „Am alten Floßgraben“ an der Ortsgrenze gehört wegen seines Fichten-, Kiefern- und Moorwaldes und eines Bestands vom Aussterben bedrohter Tierarten zu den wertvollsten Naturschutzgebieten Sachsens. Am Naturlehrpfad „Lehmgrubenweg“ und im nahen Naturschutzgebiet „Muldenwiesen“ – mit einer kleinen Mutterkuhherde und an den sehr feuchten Stellen einer kleinen Herde Wasserbüffel – wird ein Spaziergang auf dem Wiesen- und Moorlehrpfad für Familien, Schulklassen und Naturfreunde zum echten Erlebnis.
Klingenthaler Str. 29
08262 Muldenhammer OT Tannenbergsthal